Radentscheid Bonn erreicht Zwischenziel

 

In weniger als zwei Monaten hat der Radentscheid „Bonn steigt auf!“ das erste Zwischenziel erreicht. Mit 10.000 Unterschriften senden die Bonner*innen das klare Signal an die Politik, dass sie sich fahrradfreundlichere Stadt wünschen.

 

Unterschriftensammlung für den Radentscheid Bonn
Unterschriftensammlung für den Radentscheid Bonn © Radentscheid Bonn

Mit einer Unterschriftensammlung will der Radentscheid Bonn die Mobilitätswende voranbringen. Sieben verkehrspolitische Forderungen geben der Politik eine Orientierung, wie der Bonner Fahrradverkehr sicherer gemacht werden kann.

Konsequente Umgestaltung gefordert

„Bonn braucht eine konsequente Umgestaltung der Stadt, in der ein durchgängiges Radwegenetz, sichere Kreuzungen und barrierefreie Gehwege Platz finden. Das stärkt den Radverkehr und ermöglicht eine ungestörte Nutzung der Fußwege zum Beispiel auch für mobilitätseingeschränkte Menschen!“ sagt der Mitinitiator des Radentscheids Christian Szyska.

Durchgängiges Radnetz geplant

Der Radentscheid fordert zudem, dass die Baumaßnahmen zügig vorangehen. So soll ein durchgängiges Rad- und Gehwegnetz in den nächsten fünf Jahren entstehen. Die unterschiedlichen Verkehrsarten sollen dabei physisch getrennt werden, die Einrichtung von Radwegen und Fahrradstraßen sollen aber nicht zu Lasten von Fußgänger*innen geschehen.

Kreuzungen nach niederländischem Vorbild

Ein weiteres Ziel ist es, dass Kreuzungen in Bonn nach niederländischem Vorbild umgestaltet werden, dass alle Radfahrenden im direkten Blickfeld des motorisierten Verkehrs über die Kreuzung geleitet und durch eine Schutzinsel von diesem getrennt werden. Jährlich, so die Aktivisten, sollen mindestens sechs große Ampelkreuzungen entsprechend umgebaut werden.

Zudem sollen jährlich 3.000 neue Fahrradabstellmöglichkeiten errichtet werden, darunter 600 Fahrradboxen oder Parkhausstellplätze.

Unterschriftensammlung in außergewöhnlichen Zeiten

Ein erster Erfolg für die Fahrradinitiative konnte trotz Schwierigkeiten verbucht werden. „Die Unterschriftensammlung während der Corona-Pandemie stellt uns vor eine besondere Herausforderung. Die üblichen Formen der demokratischen Mitwirkung sind derzeit stark eingeschränkt.“, sagt Rebecca Heinz, eine der Initiator*innen des Radentscheids. Aus rechtlichen Gründen ist es nicht möglich, das Bürgerbegehren online zu unterschreiben.

Zahlreiche Plakate sowie auch Aktionen wie Kreativwettbewerb für Kinder #StraßeKunterbunt und der erste Bonner Kidical Mass haben auf den Radentscheid aufmerksam gemacht. Bis zur Kommunalwahl im September wollen die Initiator*innen noch viele Aktionen rund ums Radfahren anbieten und für den Radentscheid werben.

Aktuelle Informationen sowie detaillierte Forderungen der Fahrradinitiative über die Links in der blauen Servicebox.

 


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