Schleswig-Holstein verabschiedet Radstrategie

 

Schleswig-Holstein will fahrradfreundlicher werden. Die Landesregierung legte am 1. September 2020 ihre Radstrategie 2030 vor. Mit ihr will das Land den Radverkehrsanteil bis 2030 auf 30 Prozent steigern und die Zahl der Radunfälle halbieren.

 

Radfahrer in einem Park im Herbst
Fahrradfahren in der Stadt © ADFC/Gerhard Westrich

Die Radstrategie will konkret den Modal-Split-Anteil des Radverkehrs erhöhen und legt besonderen Fokus auf den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad bei den Kurzstrecken. Zudem sollen die Unfallzahlen bis 2030 drastisch sinken.

Für die ersten Schritte hat Schleswig-Holstein ein spezielles Programm aufgelegt und stellt dafür zehn Millionen Euro bereit. Neben Lückenschlüssen und Radwegeausbau an Landesstraßen will die Landesregierung in den nächsten zwei Jahren auch 10.000 Fahrradbügel an öffentlichen Einrichtungen und 100 Selbsthilfestationen an hochfrequentierten Radstrecken aufstellen.

Schleswig-Holstein als beliebte Radreiseregion

Für Radreisende will Schleswig-Holstein bis 2030 zu einem der beliebtesten drei Bundesländer werden. Dafür muss die Landesregierung das landesweite Radverkehrsnetz systematisch weiterentwickeln, denn es umfasst sowohl die Infrastruktur für den Alltagsverkehr als auch die für den Radtourismus.

Thomas Möller vom ADFC Schleswig-Holstein begrüßte die Radstrategie 2030: „Wir freuen uns, dass die Strategie in den letzten Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden und entscheidenden Akteuren entwickelt und viele unserer Forderungen übernommen wurden. Mit der Radstrategie hat Schleswig-Holstein eine Richtungsentscheidung getroffen. Die Umsetzung – die hoffentlich rasch geschieht – werden wir eng begleiten.“

 


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